Prothetik

Alle prothetischen Versorgungen werden in unserem praxiseigenen zahntechnischen Meisterlabor angefertigt. Langjährige Erfahrungen der insgesamt sieben professionellen Zahntechniker, der Einsatz von hochwertigen Materialien und neusten Technologien spiegeln sich in den meisterlich gefertigten Arbeiten wieder. Durch den direkten Kontakt zum Labor und den Technikern können vor Ort zeitnah und flexibel Termine vereinbart sowie Änderungen und individuelle Anpassungen vorgenommen werden.

Die Zahnmedizin und Zahntechnik bieten heute umfassende Möglichkeiten und unterschiedliche Versorgungsalternativen, defekte Zähne und den Verlust von Zähnen zu behandeln.

Grundsätzlich werden die Versorgungen unterteilt in:

  • Festsitzende Versorgungen (z.B. Kronen und Brücken)
  • Herausnehmbare Versorgungen (z.B. Modellguss- und Totalprothesen)
  • Kombiniert festsitzend-herausnehmbare Versorgungen (z.B. Teleskopkronen- und Geschiebeprothesen)
  • Implantat-getragene Versorgungen (z.B. Einzelzahnkronen und Brücken auf Implantaten)

Kronen und Brücken

Während kleinere Zahndefekte mit Füllungen, Inlays und Teilkronen (siehe „Konservierende Zahnheilkunde“) versorgt werden können, werden bei größeren Zahndefekten und fehlenden Zähnen Kronen und Brücken verwendet. Wie bei den Inlays und Teilkronen müssen vorab der defekte Zahn oder die die Zahnlücke begrenzenden Zähne präpariert und abgeformt werden. Entsprechend des Einsatzbereiches und des Patientenwunsches können Kronen und Brücken aus verschiedenen Materialien angefertigt werden.

Vollgusskronen und -brücken werden komplett aus einer mundbeständigen hochgoldhaltigen oder goldreduzierten Edelmetall-Legierung hergestellt. Sie zählen zu den einfachen, kostengünstigen Versorgungen und zeichnen sich durch eine hohe Verarbeitungsgenauigkeit, große Stabilität und lange Lebensdauer aus. Nachteilig sind sie jedoch bezüglich der Ästhetik und des relativ großen Materialverbrauches sowie potentieller Metallunverträglichkeiten und thermischer Reizungen.

Metallkeramikkronen und -brücken bestehen aus einem Metallgerüst aus einer hochgoldhaltigen oder goldreduzierten Edelmetall-Legierung und einer darauf im Schicht- und Brennverfahren angebrachten Keramikverblendung. Die Verblendung kann das Metallgerüst vollständig ‒ inklusive der Kaufläche ‒ bedecken (Vollverblendung) oder nur zirkulär (rundherum an die Kaufläche angrenzend) oder vestibulär (an den zu Wange und Lippe hin gerichteten Flächen) angebracht sein. Metallkeramikkronen und -brücken verbinden die Vorteile von Vollgusskronen (Verarbeitungsgenauigkeit, Stabilität) mit den Vorzügen von Keramikkronen (Ästhetik, gute Gewebeverträglichkeit), sind jedoch aufgrund des technisch größeren Aufwandes mit höheren Kosten verbunden.

Bei Vollkeramikkronen und -brücken wird die keramische Verblendung anstelle auf ein Metallgerüst auf ein weißes Zirkondioxidgerüst aufgebracht. Der Ersatz des Metallgerüstes hat mehrere Vorteile: Zum einen entfallen mögliche Metallunverträglichkeiten, zum anderen wirkt die Keramik durch den Wegfall von Lichtbrechungseffekten transluzent und dadurch lebendiger und ähnlicher den natürlichen Zähnen. Darüber hinaus kann eine potentielle Graufärbung am Kronenrand vermieden werden. Nachteilig ist bei diesen Konstruktionen, dass der Arbeitsaufwand etwas höher ist.

Modellguss-, Totalprothese

Modellgussprothesen zählen zu den einfachen, funktionstüchtigen und kostengünstigen Versorgungen, um fehlende Zähne zu ersetzen. Sie sind herausnehmbar und bestehen aus einer gegossenen Metallbasis bzw. im Unterkiefer einem Sublingualbügel aus einer Kobalt-Chrom-Legierung, einem oder mehreren Kunststoffsätteln und den daran befestigten Konfektionszähnen, die die fehlenden Zähne ersetzen. Mit gegossenen Klammern werden die Prothesen am Restgebiss befestigt.

Modellgussprothesen zeichnen sich neben dem geringeren Kostenaufwand vor allem durch eine hohe mechanische Festigkeit und Stabilität sowie einer relativ leichten Erweiterbarkeit aus. Im Vergleich zu Brücken müssen keine natürlichen Zähne präpariert werden.

Nachteilig sind sie bezüglich der Ästhetik, wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass die Modellgussklammern sichtbar sind.

Totalprothesen sind die klassischen herausnehmbaren Versorgungen, wenn alle Zähne eines Kiefers verloren gegangen sind. Bei gut ausgebildeten Kieferkämmen können sie ein vollwertiger Ersatz zur Wiederherstellung der Kaufunktion, der Phonetik und der Ästhetik sein. Zudem sind Totalprothesen relativ kostengünstig und gewährleisten im Vergleich zu festsitzendem Zahnersatz eine bessere Oralhygiene.

Nachteile dieser Versorgungsart sind, dass bei schlecht ausgebildeten zahnlosen Kiefern der Sitz und Halt der Prothesen eingeschränkt sein können. In solchen Fällen können Implantate zur Verbesserung beitragen.

Teleskopkronen-, Geschiebe-, Riegel-/Stegkonstruktionen

Teleskopkronen-, Geschiebe- und Riegel-/Stegkonstruktionen zählen zu den kombiniert festsitzend-herausnehmbaren Versorgungen. Sie werden zur Versorgung von größeren Zahnlücken verwendet, wenn ein festsitzender Zahnersatz nicht mehr möglich ist, und stellen eine hochwertige Alternative zur klammerverankerten Modellgussprothese dar.

Die verschiedenen Konstruktionen unterliegen einem Grundprinzip: Sie bestehen aus den im Mund fest zementierten Komponenten (Kronen, Brücken oder Stege) und den herausnehmbaren Brücken oder Prothesen. Als Verbindungselemente zwischen den Bestandteilen werden entsprechend der Protheseart Teleskopkronen, Geschiebe, Riegel und Stege verwendet.

Die Vorteile dieser Art von Versorgung liegen in dem sicheren Halt der herausnehmbaren Prothese oder Brücke und einer vergleichsweise lange Haltbarkeit, da sie bei weiterem Verlust von Pfeilerzähnen relativ einfach zu erweitern sind. Vorteilhaft ist außerdem, dass durch die starre Verbindung zwischen Prothese und Restzahnbestand Zug- und Druckkräfte gleichmäßig verteilt und Druckstellen vermieden werden können.

Ein Nachteil ist, dass die Anfertigung der Präzisionskonstruktionen mit einem großen Arbeitsaufwand und somit mit höheren Kosten verbunden ist.

Teleskopkronen-Konstruktionen werden durch die Klemmwirkung (Friktion) von parallel gefrästen Doppelkronen verankert. Die Primärkrone ist fest auf den präparierten Zahnstumpf zementiert, während die Sekundärkrone in die Prothese oder Brücke eingearbeitet ist. Beim Eingliedern werden beide Kronen teleskopartig ineinander geschoben, sodass der Zahnersatz seinen festen Sitz erhält. Die Parallelfräsung ist deswegen wichtig, da alle Kronen eine gemeinsame Einschubrichtung benötigen, damit sich das Sekundärelement eingliedern lässt.

Ist eine parallele Fräsung aufgrund der Form und Stellung der Pfeilerzähne nicht möglich, können die Doppelkronen auch konisch, in einem Winkel von ca. 2° bis max. 8° gefräst werden (Konuskronen-Konstruktion).

Geschiebe-Konstruktionen werden wie bei der Teleskopkronentechnik durch die Klemmwirkung (Friktion) parallelisierter Geschiebeflächen verankert. Geschiebe sind feinmechanische Verbindungs- oder Verankerungselemente, die verschiedenartig geformt sein können, grundsätzlich jedoch immer aus der in der Krone platzierten Matrize und der im Prothesensattel angebrachten Patrize bestehen. Geschiebe können konfektioniert oder individuell in sehr unterschiedlichen Formen ausgeführt sein.

Riegel-Konstruktionen bestehen wie die Geschiebe-Konstruktionen aus feinmechanischen Verbindungselementen, die jedoch am herausnehmbaren Prothesenteil immer mit einem Schieber oder Bolzen versehen sind, der vom Patienten selbst zur Arretierung oder Lösung bewegt werden kann. Um eine bessere Abstützung und Stabilisierung der Prothese zu erhalten, kann zusätzlich zu den Riegeln auch ein Steg angebracht werden (Riegel-/Stegkonstruktion). Stege können aus Metall gegossen oder gefräst werden und manuell oder konfektioniert, mit rundem, ovalem oder rechteckigem Querschnitt hergestellt sein.

Implantat-getragene Versorgungen

Die wesentlichen Einsatzbereiche von Implantaten sind die Versorgung einzelner und größerer Lücken mit Implantat-getragenen Kronen oder Brücken sowie die Insertion im zahnlosen Kiefer zur Befestigung von Prothesen oder zur Verbesserung des Prothesenhaltes.

Siehe auch „Implantologie“.

Leistungsspektrum

  • Mock-up (Ästhetikentwurf)
  • Diagnostisches Aufwachsen
  • Vollguss-, Metallkeramik-, Vollkeramikkronen und -brücken
  • Individuelle Keramikschichtungen, Anpassen, Bemalen in sito am Patienten
  • Modellguss- und Kunststoffprothesen
  • Teleskop-, Geschiebe-, Riegel-/Stegkonstruktionen
  • Implantat-getragene Kronen, Brücken und Prothesen
  • CAD/CAM-Technik
  • Cerek-Technik
  • 3D-Diagnostik