Entfernung von Weisheitszähnen

Die Weisheitszähne („8er“) sind die 3. Molaren. Sie entwickeln sich relativ spät, meist erst ab dem 16. Lebensjahr, manchmal brechen sie auch gar nicht durch oder sind nicht angelegt.

Weisheitszähne sollten dann entfernt werden, wenn sie eine verlagerte Stellung haben, da sie dann häufiger zu Entzündungen führen oder die Nachbarzähne schädigen können. Auch aus kieferorthopädischen Gründen ist eine Entfernung indiziert, um Zahnverschiebungen und Engstände zu vermeiden.

Die Entfernung von Weisheitszähnen ist heutzutage ein Standardeingriff und wird meistens ambulant durchgeführt. Vor der Behandlung ist eine Röntgenuntersuchung erforderlich, um die Lage des Zahnes sowie der Nerven zu beurteilen. Kann der Zahn nicht wie ein „normaler“ Zahn „gezogen“ werden, ist ein oralchirurgischer Eingriff nötig, der auf Wunsch unter Lokalanästhesie oder Intubationsnarkose durchgeführt werden kann. Nach dem Entfernen des Zahnes ist zu empfehlen, die Wunde chirurgisch zu vernähen, um die Wundoberfläche zu verringern.

Der Wundheilungsprozess kann, wie nach jeder anderen Zahnentfernung auch, mit postoperativen Nebenwirkungen in Form von Schmerzen und Schwellungen verbunden sein, die jedoch in der Regel nach ein paar Tagen zurückgehen. Bei dauerhaften oder starken Schmerzen, Schwellungen, Blutungen oder Fieber sollte der Zahnarzt konsultiert werden.

Um den Heilungsprozess nicht zu behindern, sollte nach der Extraktion auf den Genuss von Koffein, Nikotin und Alkohol verzichtet werden. Darüber hinaus sollten übermäßige sportliche Aktivitäten und Anstrengungen vermieden werden.